Woran erkennt man einen hochwertigen Ledergürtel?

Ledergürtel Qualität erkennen

 

Bei Ledergürtel ist es nicht einfach, gute Qualität zu erkennen. Hinweise auf Langlebigkeit muss man zuerst einmal wissen. Denn Kennzeichnungen, Bombierungen oder diverse Label sagen so gut wie gar nichts aus. Ebenso wenig hilft der vielzitierte Hausverstand.

Tipps, die man einmal gehört haben muss, kennt übrigens auch nicht irgendein Verkäufer, es sei denn, man befindet sich in einem guten Fachhandel. Wer einen hoch qualitativen Ledergürtel erwerben möchte, sollte sich vorab etwas Grundverständnis angeeignet haben, denn mit nur wenig Aufwand ist man bestens gefeit vor falschen Kaufentscheidungen. Hier spielt auch die Individualität nicht mit hinein – die Frage, ob eine Verarbeitung gut oder schlecht ist, richtet sich nach rein objektiven Kriterien. Der Preis ist allerdings schon längst kein Indikator für hervorragende Qualität mehr. Das gilt allgemein, so auch für den Ledergürtel

Beschaffenheit des Ledergürtels als Qualitätsfaktor?

Vom Ausmaß der Härte erhält man keinen Hinweis – ob steif oder weich, tut nichts zur Sache. Dies hängt etwa von der Gerbart ab und sie trägt zu einer guten Haltbarkeit nichts bei. Selten, aber doch findet man auch heute noch solche Ledergürtel, die an den Kanten nicht gefärbt und geschnitten sind. Dann sind sie nämlich umgeschlagen und man sieht das auf den ersten Blick im Profil: ihre gänzliche Echtheit. Andernfalls ist es sogar möglich, dass der eine oder andere Erzeuger mit Pappe arbeitete. Und diese wird früher oder später unliebsame Wellungen verursachen.

Ausnahme: Typische Jeansgürtel

Sie sind üblicherweise einfach geschnitten und wurden idealerweise poliert. Sie stellen insofern eine Ausnahme dar, denn mehr als das braucht es zu seiner spezifischen Lässigkeit einfach nicht.

Spezial-Tipp für qualitätsbewusste Konsumenten

Betrachtet man im Shop einen Ledergürtel, sollte man einen kleinen Trick kennen: Fühlt man seine Enden mit der inneren Fläche der Hand und bemerkt eine scharfkantige, unebene Oberfläche, rät ein Experte zu Recht vom Kauf ab. Also: Er darf an keiner Stelle kratzen beim Berühren. Im guten Shop wird auch online eine genauere Beschreibung geboten, um zum selben Resümee zu gelangen.

Bei der Gürtelschließe ist es etwas einfacher: Auch von ihr hängt die Lebensdauer eines Ledergürtels ab. Messingschließen stehen typischerweise für solide Qualität. Manchmal nimmt man anstatt dessen Sterlingsilber als optische Aufwertung. Rückseitig tragen diese Schließen beispielsweise die Gravur „solid brass“ – das heißt, sie wurden nach dem Gießen handpoliert um scharfkantige Stellen zu beseitigen. Für die Qualität ist es einerlei, ob sie anschließend noch vernickelt oder versilbert wird. Hauptsache, es gibt keine Blasen oder Pickel.

Ideal sind übrigens Schließen mit Rolle, damit das Leder nicht abgerieben, sondern gerollt wird. Damit bleibt er auch bei häufiger Verwendung geschont.