Ledergürtel punzieren – was versteht man darunter?

Der Begriff „Punzieren“ umfasst eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Vor allem wird er nicht nur für Leder, sondern auch Edelmetallen verwendet. Hier wird beschrieben, wie man Ledererzeugnisse mit individueller Verzierung versieht: vom kleinen Aufdruck des Namenskürzels bis zur prachtvollen Musterung, die stundenlange Handarbeit bedeuten kann.

Das Punzieren eines Ledergürtels stellt eine alte und traditionelle Art und Weise der Lederdekoration dar. Dazu werden extra gegossene Metallstempel eingesetzt. Typische Formen, wie Rillen, Kreise, Blätter oder Zeichen sind im Fachhandel auch für jene, die sich selber darin versuchen wollen, erhältlich.

Die Ergebnisse gleichen oft kleinen Kunstwerken – der Phantasie ist immerhin keine Grenzen gesetzt. An einem Ledergürtel kann man sich auch ohne viel Aufwand selber darin versuchen. Das Lesen einer kleinen Anleitung wie hier vorausgesetzt, ist ein professionelles Werk möglich – es lohnt sich. Aber selbst der Einsatz vom dahingehenden Dienstleister zahlt sich aus um etwas Individualität in seine Lieblingsstücke zu zaubern. Je nachdem, ob man Lust auf die Eigenregie hat oder nicht.

Was brauch ich für das Punzieren eines Ledergürtels?

  • Eine pflanzliche Gerbung des Ledergürtels gehört den idealen Voraussetzungen an, zumal solche eine qualitativ stabilere Struktur aufweisen. Und: je dicker, desto besser. Außerdem sollte das Leder ohne Pigmentschicht sein.
  • Man benötigt weiter die Punzen selber, welche im Handel erhältlich sind. Eigene Anfertigungen sind grundsätzlich auch möglich – dabei wären Namenskürzel, sogar Logos oder sonstige Statements denkbar.
  • Schließlich ist ein Rohhauthammer zum Einschlagen erforderlich.
  • Die Arbeit wird sodann auf einer sauberen, trockenen Arbeitsfläche verrichtet.
  • Mit einem Schwamm ist der Ledergürtel anzufeuchten, damit die Aufnahmefähigkeit des Drucks gesteigert wird.
  • Es empfiehlt sich, vorab die Stellen zu markieren, auf denen der Druck beabsichtigt ist. Dazu eignet sich ein Rundmesser.

Akt der Punzierung eines Ledergürtels

Die Punzen werden senkrecht angesetzt und mit dem Rohhauthammer gerade eingeschlagen. Es liegt auf der Hand, dass die Geradlinigkeit beim Einschlag wichtig ist um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten. Diesen Vorgang wiederholt man so oft an den entsprechenden Stellen bis die gewünschte Musterung fertig ist. Der Kraftaufwand ist nicht so hoch, dass es Einschränkungen gäbe – kurz gesagt: Es kann jede Person einfach durchführen.

Aussichten - Alternative zum Ledergürtel punzieren

Heute wird anstatt der Punzen immer mehr ein Laser verwendet – dies ist die einfachere Variante, welche freilich nicht für jedermann machbar ist. Die hier beschriebene Art des Punzierens entspricht hingegen einer traditionellen und weltweit Anerkennung findenden Praxis, die insbesondere für Private und Eigenverbraucher häufig zu einem Hobby oder aber einer kleinen Einkommensquelle werden kann.

Tipp: Wer Freude an diesem Vorgang empfunden hat, kann seinen Ledergürtel noch bemalen, mit Blattgold verfeinern oder mit speziellen Farben patinieren. Das erfordert zuvor allerdings eine weitere Recherche, wie dabei fachkundig vorzugehen ist. Die Ausführung selber kann, wie hier, jedermann vornehmen.