Ledergürtel imprägnieren – ist das möglich?

 

Grundsätzlich: Alles geht, wenn man will. Imprägnierung von Leder ist ein wirksamer Schutz vor Nässe und dem Eindringen anderer Stoffe, also Verschmutzung. Wenn Leder sich imprägnieren lässt, dann auch ein Ledergürtel.

Nur ist im Detail zu modifizieren: Stellen, die nicht aus Leder sind, müssen abgedeckt werden. Dasselbe gilt aber auch für Schuhe, Stiefel oder sonstige Dinge. Ein Spray zur Imprägnierung darf nur dann verwendet werden, wenn ein Schutz der anderen Flächen gesichert ist. Am besten empfiehlt sich aber eine Konsistenz, die ganz gezielt aufgetragen wird – per Hand. Immerhin würde die Reichweite eines Sprays die Breite des Gürtels übersteigen und die Verwendung wäre wohl verschwenderisch. Es sei denn, man sprüht zuerst auf ein Tuch und trägt das Mittel auf diese Weise auf. Es gibt aber auch geeignetere Mittel.

Ledergürtel imprägnieren – Grundsätze

Was grundsätzlich gilt, muss auch hier Beachtung finden. Die Eigenschaften der Abweisung von Flüssigkeit sind für den Ledergürtel nicht minder wichtig als für andere Gebrauchsgegenstände auch. Man kennt das: Nur leicht verschwitzte Hände und das gute Stück zeigt schlimmstenfalls den Fingerabdruck seiner Trägers. Ganz besonders, wenn man sich die Hände zuvor eingecremt hat – was tunlichst vor dem Anlegen des Gürtels zu vermeiden ist.

Aber auch etwa der Besuch an einer Tankstelle – zuerst die Bedienung der Zapfsäule, dann das Aufsuchen der Toilette können einem Ledergürtel ordentlich „ans Leder gehen“ – was hilft? Imprägnierung.

Selbstredend, dass vor dieser Prozedur eine vollständige Reinigung stattfinden muss. Zu allererst ist nach der Art des Leders zu unterschieden. Hier wird klassisch glattes Leder vorausgesetzt, welches mit farblosen Essenzen behandelt wird. Immerhin benötigt die Hose keine farbliche Akzentuierung unter den Schlaufen.

Darauf gilt es beim Imprägnieren von Ledergürtel zu achten

Normalerweise hält man beim Sprayen einen Abstand von 20 cm. Wem der Verlust des Imprägnationsmittels kein Problem darstellt, kann es auch beim Ledergürtel auf diese Art durchziehen. Vorsicht sei geboten, wenn auch andere Materialien dabei sind. Dann bitte vorher abklären, ob sich diese mit dem Mittel vertragen. Der Vorgang soll auch hier im Freien stattfinden und anschließend ein Austrocknen erfolgen.

Wenn man das Gefühl hat, ein zweiter Durchgang würde vom Leder noch aufgenommen, dann ist das Auftragen zu wiederholen. Nur so ist gewährleistet, dass auch andere Stoffe abgewiesen werden. Anstatt eines Sprays kann man auch Schaum zur Imprägnierung erwerben.

Alternativ kann man auf Pumpzerstäuber zurückgreifen. Auch damit lässt sich gezielter auftragen. Die Wahl von Wachs beim Imprägnieren eines Ledergürtels hätte jedenfalls gute Gründe: Damit versprüht man weder die wertvollen Inhalte, noch erwischt man Ösen oder andere Materialien. Glanzvolle Ergebnisse sind auf jeden Fall zu erwarten.

Was noch? Eine gewisse Regelmäßigkeit sollte gewahrt bleiben. Einmal imprägniert wirkt – aber nicht endlos lange. Immerhin belohnt dieses Vorgehen mit sichtbar gepflegten und strahlenden Ergebnissen.