Ledergürtel lochen – darauf muss man achten

Der menschliche Körper unterliegt bekannter Weise gewissen Schwankungen – insbesondere um die Bauchmitte herum. Schon ein ausgiebiges Mahl oder ein voller Bauch nach dem Löschen eines etwas größeren Dursts stellt uns immer wieder vor das Problem einengender Kleidungsstücke, die am Morgen noch tadellos passten.

Beim Gürtel hat man es vergleichsweise einfach, insbesondere wenn man noch nicht zu Hause und ein bloßes Öffnen tunlichst zu vermeiden ist: Das nächste Loch verwenden. Allerdings sind Löcher im Gürtel nicht immer ausreichend an entsprechenden Stellen vorhanden – was tun, um unschöne Ergebnisse zu vermeiden?

Der erste Tipp wäre natürlich sich einen Due Mondi Ledergürtel zuzulegen, da diese äußerst flexibel sind und immer passen. Kann der Gürtel an jeder x-beliebigen Stelle geschlossen werden. Wer seinem herkömmlichen Gürtel dennoch eine Chance geben möchte, der erfährt nachfolgend wie man Ledergürtel lochen kann.

Vorab: Es ist einfach. Vorerst einmal weiterlesen. Und keinesfalls Gabeln, Schraubenzieher oder sonstige Gegenstände heranziehen, die in nächster Nähe liegend problemlösende Eigenschaften indizieren. Sie tun das nämlich nur in den seltensten Fällen.

Lochzange oder Locheisen – schon gehört?

Beide Geräte sollten um kaum nennenswerte Anschaffungskosten in Baumärkten oder im Fachhandel erhältlich sein. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass die Lochzange über verschieden große Aufsätze verfügt während das Locheisen vor der Verwendung noch einige Handgriffe seines Besitzers abverlangt. Da der Untergrund beim Stanzen jedenfalls etwas vom Akt selber mit abbekommt, wäre der Einsatz eines Schneidebretts ideal.

Neues Loch im Ledergürtel – wohin genau?

Als Norm gelten Abstände von 2,5 cm zwischen den Gürtellöchern. Das ergibt ein einheitliches Bild und deshalb sollte das neue Loch ebenfalls diese Differenz zum nächsten aufweisen. Logisch, dass ein Lineal behilflich und die Stelle mit einem Stift zu markieren ist – aber bitte auf der Innenseite des Ledergürtels.

Ledergürtel lochen Problemfall: Ad hoc-Hilfe nötig?

Was tun, wenn man schon in der eingangs beschriebenen Situation ist und keine Zeit oder Geld für ein vielleicht älteres Gürtel-Accessoire auslegen möchte? Freilich ohne Gewähr wird folglich auf die sogenannten „Dos and Donts“ hingewiesen:

  • Bohrmaschine – Sie liegt noch im „grünen Bereich“. Die Größe des Loches hängt dabei aber vom Bohraufsatz ab. Ganz schmale Gürtel können möglicherweise durchreißen weil der einwirkende Kraftaufwand maschinell und nicht händisch gesteuert werden kann.
  • Schraube: Besser als ein Schraubenzieher – man dreht sie einfach ein. Das Ergebnis kann aber gewissermaßen „zerfleddert“ aussehen.
  • Ein Metallstift in der richtigen Größe kann durchaus passen. Man schlägt ihn mit einem Hammer ein. Jedenfalls ist das gute Stück dabei aufzulegen und nicht zu spannen, sonst ist auch hier ein Reißen wahrscheinlich.
  • Messer und Scheren: Beide werden nicht empfohlen. Selbst dann, wenn das Loch an der richtigen Stelle säße und die Funktionalität gewahrt bliebe, dürfte die Optik kaum den Anforderungen seines Trägers entsprechen.
  • Tipp: Im Handel sind Ösen in sämtlichen Größen erhältlich. Damit kann man unsaubere Ergebnisse kompensieren – allerdings sind sie dann in alle Gürtellöcher einzuarbeiten und nicht nur ins „eigene“.